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Grundsätzliches

Der Begriff „Häusliche Gewalt“ beschreibt Gewalt zwischen Erwachsenen in Familie und  intimen Partnerschaften als ein komplexes Misshandlungssystem, das körperliche, psychische, sexualisierte und soziale Gewalt umfasst und auf Macht und Kontrolle über eine Person zielt.
Häusliche Gewalt gegen Frauen kommt in allen Ländern und Kulturen vor, ist unabhängig von der sozialen Schicht, vom Bildungsabschluss und vom Alter sowohl der Opfer als auch der Täter. Häusliche Gewalt hat viele Gesichter, soll verletzen, demütigen und kontrollieren und gilt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen.

Haben Sie möglicherweise schon einmal oder mehrmals Folgendes durch Ihren Ehemann, Ihre eingetragene Lebenspartnerin, Ihren Freund oder Ihre Lebensgefährtin, Ihre Eltern, Geschwister oder andere nahestehende Menschen erlebt?
Schläge, Tritte, Schubsen, Stoßen, Würgen, Fesseln, Verbrennen, Verbrühen, Drohungen, Einschüchterungen, Erniedrigungen, Beleidigungen, Einsperren...
Wird Ihnen verboten zu arbeiten, einen Sprachkurs zu machen oder Kontakte zu pflegen? Werden Sie am Arbeitsplatz terrorisiert oder vor anderen blamiert, werden Ihre Ausgaben kontrolliert, wird Ihnen Geld verweigert, werden Sie zu sexuellen Handlungen gezwungen, die Sie nicht möchten?
Häusliche Gewalt gegen Frauen findet in der Regel zu Hause hinter verschlossenen Türen statt, es gibt keine Zeugen/-innen. Viele betroffene Frauen schämen sich deswegen und glauben, dass es an ihnen liegt, dass sie misshandelt werden. Das ist falsch. Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt, sondern es handelt sich meistens um Straftaten und der Täter oder die Täterin tragen die Verantwortung dafür.
Häusliche Gewalt kann beendet werden. Es gibt Schutz, Hilfe und Beratung für Sie!

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